Fadengeometrien – Blumen für den Winter

00 ErgebnisNadel, Faden und ein Stück Papier. So etwas hat man in der winterlichen Gruppenstunde schnell organisiert und wer diese drei Dinge auf seinen Wanderungen in der Hosentasche hat, dem wird auch an so manchen verregneten Nachmittagen nicht so schnell langweilig werden. Mit den Wundern der Geometrie, die uns in der Natur immer wieder begegnen, kann man sich stundenlang beschäftigen und mit ein wenig Fantasie und einer kleinen Portion Geduld findet man neue Muster und Formen. Unendlich ist das Spiel mit den Fäden und man kann immer daran weiter spinnen. Es entstehen nicht nur Spinnennetze, sondern auch Sonnen und Blumen, Sterne, Körper und Räume.

06 Schablone

Eine Beispiel-Schablone um die Löcher vorzustechen.

Wenn man mit einer großen Gruppe arbeitet, ist es sinnvoll, eine Vorlage vorzubereiten. Die Vorlage sollte vom Format genau auf die zu bearbeitende Pappe passen. Man pieckst zunächst die Löcher durch die Vorlage in die Pappe. Dann kann man die Pappe gegen das Licht halten und die Löcher noch ein wenig vergrößern, sodass man den Faden leichter hindurchfädeln kann.

Man kann einfache Nähseide nehmen oder auch etwas dickeres Garn. Bei Bildern, die man mit Fäden unterschiedlicher Farbe arbeitet, ist zu beachten, dass man mit der dunkleren Farbe anfangen sollte. Wenn der hellere Faden über dem dunkleren liegt, entsteht eine höhere Plastizität der Form; sie tritt in den Vordergrund. Auf dunkler Pappe arbeite ich mit hellem auf heller Pappe mit dunklen Farben, die Verwendung von Komplimentärfarben erzeugt immer eine interessante Wirkung.

03 Kreis rücks

Die Rückseite der Sonne

03 Kreis groß

Die Sonne, ein Kreis

Man versucht möglichst so zu nähen, dass auf der Rückseite des Bildes nur die Grundform (z.B. bei der Sonne ein einfacher Kreis) zu sehen ist. Dann braucht man weniger Faden, gerät nicht so leicht durcheinander und kann besser vernähen.

Gestaltet man das Fadenbild als Klappkarte, kann man die Innenseite mit einem schönen Papier bekleben, sodass man die Naht nicht mehr sieht und Platz zum Schreiben hat.

Wer dieses Fadenspiel noch erweitern will, kann statt der Pappe kleine Holzbrettchen vorbereiten und statt der Löcher Nägel hineinklopfen. Mit dickerem Faden kann man nun die unterschiedlichsten Bilder auf seinem Brett entstehen lassen und alles Erdenkliche ausprobieren.

Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Viel Spaß!

Benötigte Materialien:

  1. Farbige Pappe
  2. normale Nähnadeln
  3. Faden (etwas dicker und strahlende Farben)
  4. Vorlagen zum Nähen, bzw. Zirkel und Lineal zum Vorlagen selber konstruieren.

Quellen und weiterführende Links:

Waldorf-Ideen-Pool: http://www.waldorf-ideen-pool.de/index.php?aid=358

Anmerkungen / Optionen / Rückmeldungen:

Erstellt und erprobt durch Teresa (Heidis, Berlin). Falls ihr Fragen habt und Hilfe braucht: teresa.heilmann@me.com
 Bestimmt freut sie sich auch über Bericht und Fotos eurer Ergebnisse.

Hinweis: Die Kommentarfunktion unter dieser Beschreibung soll zur Debatte anregen: Also nutzt sie und erzählt von euren Erfahrungen.

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